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Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB)

Stand: November 2026

§1 Geltungsbereich

(1) Diese Allgemeinen Geschäftsbedingungen (nachfolgend “AGB”) gelten für alle Verträge zwischen IsarAgency, Inhaber Pharell Samuel Simba, München (nachfolgend “Anbieter”) und dem Kunden (nachfolgend “Kunde”) über die Nutzung der IsarAgency-Plattform und der damit verbundenen Dienstleistungen.

(2) Der Kunde ist ausschließlich ein Unternehmer im Sinne des §14 BGB. Die Plattform richtet sich ausschließlich an Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vergleichbare Berufsträger (B2B). Es handelt sich nicht um einen Verbrauchervertrag.

(3) Abweichende, entgegenstehende oder ergänzende AGB des Kunden werden nur dann Vertragsbestandteil, wenn der Anbieter ihrer Geltung ausdrücklich in Textform zugestimmt hat.

§2 Vertragsgegenstand

(1) Der Anbieter erbringt digitale Dienstleistungen für Steuerkanzleien im Rahmen eines monatlichen oder jährlichen Abonnementmodells (“Software as a Service”). Der konkrete Leistungsumfang ergibt sich aus der Leistungsbeschreibung des vom Kunden gewählten Plans oder aus dem individuellen Angebot.

(2) Die Dienstleistungen umfassen insbesondere: Erstellung und Pflege von Kanzlei-Websites, Inhaltsaktualisierungen, Fristenverwaltung, Berichtserstellung, E-Rechnungen und Kommunikationsunterstützung.

(3) Der Anbieter schuldet keinen bestimmten wirtschaftlichen Erfolg. Die Dienstleistungen stellen keine steuerliche Beratung im Sinne des StBerG dar.

(4) Für die gesetzlich und berufsrechtlich vorgeschriebenen Angaben auf der Kanzlei-Website (insbesondere Impressum nach § 5 DDG und berufsrechtliche Angaben) sowie für die Vereinbarkeit der Inhalte mit dem Berufsrecht der Steuerberater ist der Kunde verantwortlich. Der Kunde stellt die hierfür erforderlichen Angaben zur Verfügung und gibt die Website vor ihrer Veröffentlichung frei.

§3 Vertragsschluss und Testzugang

(1) Die Darstellung der Leistungen auf der Website stellt kein verbindliches Angebot dar. Der Vertrag kommt durch die Bestellung des Kunden in Textform und deren Bestätigung oder die Freischaltung des Zugangs durch den Anbieter zustande.

(2) Der Anbieter kann dem Kunden vor Vertragsschluss einen kostenlosen und unverbindlichen Testzugang einrichten. Der Testzugang endet automatisch mit Ablauf des vereinbarten Testzeitraums und geht nicht automatisch in ein kostenpflichtiges Abonnement über. Im Testzugang werden ausschließlich Beispieldaten verwendet; der Kunde lädt dort keine Mandantendaten hoch.

§4 Preise und Zahlung

(1) Es gelten die bei Vertragsschluss vereinbarten Preise. Der Testzugang nach § 3 Abs. 2 ist kostenlos. Der monatliche Listenpreis für Kanzlei Digital beträgt 349,00 €. Weitere Leistungen werden nach individuellem Angebot vereinbart.

(2) Bei jährlicher Zahlung gewährt der Anbieter einen Rabatt von 20% auf den monatlichen Preis.

(3) Gemäß § 19 UStG wird keine Umsatzsteuer berechnet.

(4) Die Zahlung erfolgt über den Zahlungsdienstleister Stripe oder gegen Rechnung. Bei Zahlung über Stripe ermächtigt der Kunde Stripe zur monatlichen bzw. jährlichen Abbuchung.

(5) Bei Zahlungsverzug ist der Anbieter berechtigt, den Zugang zur Plattform nach vorheriger Ankündigung in Textform und Ablauf einer Nachfrist von 14 Tagen vorübergehend zu sperren. Die Daten des Kunden bleiben während der Sperre erhalten.

§5 Preisänderungen

(1) Der Anbieter kann die Preise mit Wirkung für die Zukunft anpassen. Preiserhöhungen werden dem Kunden mindestens 90 Tage vor ihrem Inkrafttreten in Textform mitgeteilt.

(2) Im Fall einer Preiserhöhung kann der Kunde den Vertrag zum Zeitpunkt des Inkrafttretens der Preiserhöhung außerordentlich kündigen. Auf dieses Kündigungsrecht weist der Anbieter in der Mitteilung ausdrücklich hin.

(3) Für Kunden mit Jahresplan gilt die Preisänderung erst ab dem nächsten Verlängerungszeitraum nach Ablauf der 90-Tage-Frist.

§6 Laufzeit und Kündigung

(1) Das monatliche Abonnement ist jederzeit zum Ende des laufenden Abrechnungsmonats kündbar. Das jährliche Abonnement ist zum Ende der jeweiligen Jahreslaufzeit kündbar.

(2) Die Kündigung kann über das Kundenportal, per E-Mail an info@isaragency.de oder schriftlich erfolgen.

(3) Das Recht zur außerordentlichen Kündigung aus wichtigem Grund bleibt unberührt.

(4) Nach Vertragsende werden die Daten des Kunden 90 Tage lang aufbewahrt und dann vollständig gelöscht (Art. 17 DSGVO), soweit keine gesetzlichen Aufbewahrungspflichten entgegenstehen. Auf Wunsch stellt der Anbieter vor der Löschung einen vollständigen Datenexport zur Verfügung.

§7 Verfügbarkeit und Wartung

(1) Der Anbieter bemüht sich um eine Verfügbarkeit der Plattform von 99,5% im Jahresmittel. Geplante Wartungsarbeiten werden mindestens 48 Stunden im Voraus angekündigt.

(2) Ein Anspruch auf ununterbrochene Verfügbarkeit besteht nicht. Ausfälle aufgrund höherer Gewalt sowie angekündigter Wartungs- und Sicherheitsarbeiten begründen keine Haftung. Im Übrigen gilt § 8.

§8 Haftung

(1) Der Anbieter haftet unbeschränkt bei Vorsatz und grober Fahrlässigkeit, bei der Verletzung des Lebens, des Körpers oder der Gesundheit, nach dem Produkthaftungsgesetz sowie im Umfang einer übernommenen Garantie.

(2) Bei leicht fahrlässiger Verletzung einer wesentlichen Vertragspflicht ist die Haftung auf den vertragstypischen, vorhersehbaren Schaden begrenzt. Wesentliche Vertragspflichten sind solche, deren Erfüllung die ordnungsgemäße Durchführung des Vertrages überhaupt erst ermöglicht und auf deren Einhaltung der Kunde regelmäßig vertrauen darf.

(3) Im Übrigen ist die Haftung für leichte Fahrlässigkeit ausgeschlossen.

(4) Für den Verlust von Daten haftet der Anbieter nur in Höhe des Aufwands, der für ihre Wiederherstellung aus den vom Anbieter angefertigten Datensicherungen erforderlich ist.

(5) Die vorstehenden Regelungen gelten auch zugunsten der Erfüllungsgehilfen des Anbieters.

§9 Automatisiert erstellte Inhalte

(1) Der Anbieter nutzt zur Erbringung der Dienstleistungen auch automatisierte Systeme, einschließlich Systeme der künstlichen Intelligenz, zur Erstellung von Texten und Berichten.

(2) Automatisiert erstellte Inhalte (insbesondere Website-Texte, Berichte und E-Rechnungen) stellen keine steuerliche Beratung dar und ersetzen nicht die fachliche Prüfung durch den Steuerberater. Der Kunde prüft diese Inhalte vor ihrer Verwendung gegenüber Dritten, insbesondere Mandanten und Finanzbehörden, auf Richtigkeit und Vollständigkeit.

(3) Daten, die der Verschwiegenheitspflicht des Kunden unterliegen, insbesondere Mandantendokumente, werden nicht an Dienste der künstlichen Intelligenz übermittelt, es sei denn, der Kunde hat dem für den konkreten Anwendungsfall in Textform zugestimmt.

§10 Datenschutz

(1) Die Verarbeitung personenbezogener Daten erfolgt gemäß der Datenschutzerklärung des Anbieters und den Bestimmungen der DSGVO.

(2) Soweit der Anbieter personenbezogene Daten im Auftrag des Kunden verarbeitet, schließen die Parteien vor Beginn der Verarbeitung einen gesonderten Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) gemäß Art. 28 DSGVO.

§11 Geheimhaltung und Berufsgeheimnis

(1) Beide Parteien verpflichten sich, alle im Rahmen der Vertragsbeziehung erlangten vertraulichen Informationen der jeweils anderen Partei geheim zu halten. Diese Verpflichtung besteht auch nach Beendigung des Vertrages fort.

(2) Soweit der Anbieter Zugang zu Tatsachen erhält, die der Verschwiegenheitspflicht des Kunden nach § 57 Abs. 1 StBerG unterliegen, schließen die Parteien vor Beginn der Verarbeitung eine gesonderte Verschwiegenheitsvereinbarung gemäß § 62a StBerG in Textform.

§12 Änderungen dieser AGB

(1) Der Anbieter kann diese AGB mit Wirkung für die Zukunft ändern, soweit dies aufgrund von Gesetzesänderungen, Rechtsprechung oder der Weiterentwicklung der Leistungen erforderlich ist und das Verhältnis von Leistung und Gegenleistung nicht zum Nachteil des Kunden verändert wird.

(2) Änderungen werden dem Kunden mindestens sechs Wochen vor ihrem Inkrafttreten in Textform mitgeteilt. Der Kunde kann den Änderungen bis zu ihrem Inkrafttreten widersprechen oder den Vertrag zu diesem Zeitpunkt kündigen. Widerspricht der Kunde, gelten die bisherigen AGB fort; der Anbieter kann den Vertrag in diesem Fall mit einer Frist von einem Monat kündigen.

§13 Schlussbestimmungen

(1) Es gilt das Recht der Bundesrepublik Deutschland unter Ausschluss des UN-Kaufrechts (CISG).

(2) Ist der Kunde Kaufmann, juristische Person des öffentlichen Rechts oder öffentlich-rechtliches Sondervermögen, ist Gerichtsstand für alle Streitigkeiten aus oder im Zusammenhang mit diesem Vertrag München.

(3) Sollten einzelne Bestimmungen dieser AGB unwirksam oder undurchführbar sein oder werden, bleibt die Wirksamkeit der übrigen Bestimmungen unberührt.

(4) Änderungen und Ergänzungen des Vertrages bedürfen der Textform. Individuelle Vereinbarungen haben Vorrang vor diesen AGB (§ 305b BGB).